Nikon D3400 Test

Nikon D3400 Test – Gute Spiegelreflexkamera für Einsteiger?

Sie wird erst seit wenigen Tagen ausgeliefert, aber schon muss die Nikon D3400 zeigen, was sie besser als die D3300 kann. Auf den ersten Blick hat sich immerhin nicht viel geändert. Das Design ist bekannt und reiht sich nahtlos in die Modellserie ein. Der einzige Unterschied, der direkt ins Auge sticht, ist die SnapBridge-Technik. Der Artikel zeigt, was das neue Modell zu bieten hat.

Angebot
Nikon D3400 Gehäuse inkl. AF-P DX NIKKOR 18-55 mm VR schwarz
  • Einsteigerfreundliche, leichte und kompakte DSLR mit Guide-Modus, Bluetooth Low Energy mit SnapBridge-Unterstützung
  • Snapbridge-kompatibel, bis ISO 25.600
  • bis 5 Bilder/Sekunde Serienbildgeschwindigkeit

Letzte Aktualisierung am 24.03.2017 um 09:15 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Nikon D3400 – Die technischen Details

Wie schon bei der D3300 arbeitet auch die Nikon D3400 mit einem Sensor im APS-C-Format, der bis zu 24 Megapixel liefert. Als Bildprozessor dient wiederum der EXPEED-4. Die Modellpflege ist soweit also nicht sonderlich weitreichend ausgefallen, jedoch steht nun eine maximale ISO-Empfindlichkeit von ISO 25.600 im normalen Modus zur Verfügung. Bei der D3300 war das nur im erweiterten Modus der Fall. Ob das, wie von Nikon versprochen, die Bildqualität bei suboptimalen Lichtverhältnissen aufbessern kann, bleibt abzuwarten. Bei nächster Gelegenheit wird das die Nikon D3400 im Test sicher noch unter Beweis stellen müssen.

Unverändert wurden außerdem der Sucher mit 0,85-fachen Vergrößerung und das rückwärtige Display mit einer Bildschirmdiagonale von 7,5 Zentimetern übernommen. Letzteres arbeitet weiterhin mit 921.000 Bildpunkten, eine Klappfunktion fehlt leider. Weitere bereits aus der Modellreihe bekannte Merkmale sind der Autofokus mit elf Messfeldern inklusive Kreuzsensor, ein Serienbildmodus mit max. 5 Bildern je Sekunde und Videoaufnahmen in FullHD bei maximal 60 Bildern je Sekunde. Ärgerlich ist sicherlich der fehlende Mikrofoneingang.Genauso wenig erschließt sich aber auch, warum die Bildsensorreinigung gestrichen wurde. Das gibt natürlich Punktabzüge für die Nikon D3400 im Test.

Ansonsten sind auch die übrigen Änderungen überschaubar: Während das Gehäuse nahezu identisch mit dem der Nikon D3300 ist, wurde das Gewicht etwas reduziert. Inklusive Akku und Speicherkarte kommt die Nikon D3400 auf ca. 445 Gramm – das ist handlich und praktisch. Der USB-Anschluss wurde zudem auf Micro-USB umgestellt, so dass zukünftig kein separates Kamerakabel unterwegs benötigt wird. Der Akku soll nun außerdem für bis zu 1.200 Aufnahmen reichen, zumindest dann, wenn die Bluetooth-Verbindung abgeschaltet ist.

Aber einen Moment: Bluetooth? Ja, ganz richtig. Anstatt einer WiFi-Funktion ist nun Bluetooth integriert und wird für SnapBridge genutzt.

Die SnapBridge-Funktion der Nikon D3400

Natürlich muss die Nikon D3400   zeigen, ob die SnapBridge-Funktion eine erfreuliche Neuerung ist. Immerhin ist sie nach der D500 die zweite Kamera aus dem Hause Nikon, die mit dem Feature ausgeliefert wird. Dabei werden etwaige Aufnahmen automatisch per Bluetooth auf das jeweilige Endgerät übermittelt. Eine WiFi-Verbindung ist dazu nicht mehr erforderlich und das jeweilige Smartphone oder Tablet kann die Bilder im Anschluss direkt bei Facebook oder zum Beispiel Instagram hochladen. Gerade für Hobbyfotographen, die ihre besten Schnappschüsse teilen wollen, ist das natürlich eine Funktion mit jeder Menge Komfort. Andererseits ergeben sich daraus auch Nachteile:

  • Zum einen werden die Bilder nicht in voller Auflösung übertragen, sondern zunächst auf maximal 2 Megapixel heruntergerechnet. Das dürfte vor allem der vergleichsweise geringen Übertragungsgeschwindigkeit per Bluetooth geschuldet sein.
  • Zum anderen lässt sich das Smarthpone oder Tablet so auch nicht als Fernsteuerung oder als Livebildsucher verwenden – das wäre nur mit der WLAN-Variante von SnapBridge möglich.

Das Ergebnis ist für fortgeschrittene Fotografen daher etwas ernüchternd. Da die Nikon D3400 allerdings vor allem als Spiegelreflexkamera für Einsteiger betrachtet wird, fällt das Manko nicht sonderlich ins Gewicht.

Fazit zu der Nikon D3400

Auch wenn sich bei der Nikon D3400 nicht sonderlich viel Neues zeigt, bleibt sie weiterhin eine gute Spiegelreflexkamera für Einsteiger. Die Vorzüge des Vorgängermodells gelten für die D3400 entsprechend. Leichte Verbesserungen, wie zum Beispiel die ISO-Empfindlichkeit, aber auch die kurze Verschlusszeit von mindestens 1/4.000 Sekunden sowie eine kürzere Synchronzeit von mindestens 1/200 Sekunden sind positiv, auch wenn die Integration von SnapBridge verbesserungswürdig ist. Ob die Bildqualität bei schlechteren Lichtverhältnissen gesteigert werden konnte, wird sich indes noch zeigen. Auf jeden Fall wurde auch der Guide-Modus wieder integriert, der gerade Anfängern helfen wird, tolle Aufnahmen zu machen. Wer ohnehin gerade auf der Suche nach einer guten Spiegelreflex ist, wird den Kauf sicher nicht bereuen!

Die Front der Nikon D3400 aus dem Test

No Responses

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.