Nikon D5300 Test

Nikon D5300

Die Nikon D5300 beschreitet neue Wege: Erstmals sind von Haus Module für WLAN und GPS integriert. Bei Vorgängern mussten die Sender noch teuer nachgekauft werden. Allerdings zeigt die Spiegelreflexkamera noch ganz andere Stärken. Das Klappdisplay und der Auto-Fokus mit 39 Punkten sind bereits von der D5200 bekannt. Aber hinzu kommen ein verbesserter Sensor und andere neue Features.

Angebot
Nikon D5300 SLR-Digitalkamera Kit DX AF-P 18-55 VR schwarz
  • Kompakte, leichte Spiegelreflexkamera mit Wi-Fi sowie GPS und 24,2 Megapixel
  • Schwenk- und drehbarer 8,1 cm-Monitor für komfortables Filmen und Fotografieren
  • Effektmodus mit neun Kreativ-Effekten für besondere Fotos u. Filme

Letzte Aktualisierung am 18.11.2017 um 20:17 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Die Nikon D5300 Spiegelreflexkamera: Top Ausstattung!

Hinsichtlich des Bodys und des Handlings punktet die Nikon D5300 mit bewährter Qualität: Das Kunststoffgehäuse ist solide verarbeitet und macht einen wertigen Eindruck. Dank gummierter Flächen hat man die Kamera fest im Griff. Trotz des ausgeprägten Handgriffs scheint sie jedoch eher für kleinere Hände gemacht zu sein. In Anbetracht der übrigen Ausstattung fällt das hingegen nicht besonders ins Gewicht:

  • Das klappbare Display wurde leicht vergrößert und an das Seitenverhältnis 3:2 des Sensors angeglichen. Mit 1.036.000 Bildpunkten ist die Darstellung natürlich vortrefflich. Daher eignet er sich ideal für die Nutzung von LiveView.
  • Wie bereits erwähnt, sind bei der Nikon D5300 WLAN und GPS bereits integriert. Einziger Kritikpunkt: Die WLAN-Funktion wurde auf die Verbindung mit mobilen Endgeräten beschränkt.
  • Viele intelligente Automatiken, aber auch die zahlreichen Halbautomatiken genauso wie der manuelle Modus lassen Profi-Atmosphäre aufkommen. Gleiches gilt für die diversen Effekte.
  • Absolutes Highlight ist der Auto-Fokus mit maximal 39 Punkten. Die Anzahl kann zusätzlich verringert werden und 3D-Tracking ist möglich.
  • Filmaufnahmen sind in FullHD mit 1.080p möglich bei satten 50 Bildern je Sekunde.
  • Schließlich wurden der Sensor und der Prozessor erneuert. Die Auflösung liegt bei 24,2 Megapixel mit einer maximalen Bildauflösung von 6000 x 4000. Außerdem arbeitet der Sensor nun ohne Tiefpassfilter.

Gerade der letzte Punkt lässt Vorfreude aufkommen: Wie wirken sich der neue Sensor und der Prozessor auf die Bildqualität bei der Nikon D5300 aus?

Nikon D5300: Das leistet die Spiegelreflexkamera

Leider sind die Ergebnisse der Nikon D5300 eher ernüchternd. Hinsichtlich der Auflösung erreicht sie nur mit sehr wenigen Blenden 50 Linienpaare je Millimeter. Zumindest ist die Auflösung aber zu den Bildrändern hin relativ konstant und Artefakte sind kein Problem. Problematischer ist allerdings die Rauschunterdrückung – ab ISO 400 überlagen die Störsignale zunehmend. Ab ISO 1.600 wird schließlich das Luminanzrauschen sichtbar. Gleiches gilt für den Detailverlust. Je nach Objektiv, kann außerdem eine hohe Verzeichnung auftreten. Dafür hat die Spiegelreflexkamera  immerhin das Nikon-typische Problem der Farbsäume im Griff und bei ISO 100 sind die Bilder insgesamt gestochen scharf.

Auch der Auto-Fokus arbeitet, wie erwartet, ordentlich schnell bei Benutzung des Suchers. Kurze 0,5 bis 0,7 Sekunden sind ein sehr gutes Ergebnis. Die typischen Geschwindigkeitsprobleme dieser Kameraklasse beim Filmen und im LiveView-Mode zeigen sich hingegen auch bei der Nikon D5300. Hier könnte der Autofokus etwas schneller sein, denn so ist er für bewegte Motive teilweise ungeeignet – das können aber auch andere Hersteller, wie z.B. Canon, nicht besser.

Weiterhin gewöhnungsbedürftig bleiben hingegen die Anordnung der Tasten und die Menüführung. Bei den ersten Versuchen werden auch ambitionierte Einsteiger erst einmal das Handbuch konsultieren müssen.

Die Nikon D5300 Spiegelreflexkamera: Fazit

Ein großer Vorteil der Nikon D5300 Spiegelreflexkamera ist ihre Ausstattung: Fotobegeisterte, denen nur ein vergleichsweise geringes Budget für die Anschaffung zur Verfügung steht, werden belohnt. Die Ausstattung ist äußerst umfangreich, die vielen Features lassen kaum etwas missen. Gerade, weil nun (endlich) die Module für WLAN und GPS serienmäßig integriert sind.

Auch die Bildqualität kann im Großen und Ganzen überzeugen, obwohl der neue Sensor und Prozessor zunächst mehr erhoffen lassen. Immerhin sind die Ergebnisse bis ISO 400 sehr gut – das ist für den Hobbybereich, aber auch darüber hinaus im Regelfall mehr als ausreichend.

Genial ist der Auto-Fokus der Nikon D5300. Bei Benutzung des Suchers arbeitet er super schnell und präzise – so macht das Knipsen Spaß. Beim Filmen und in der LiveView haben hingegen alle Hersteller so ihre Probleme. Lediglich der Bedienkomfort ist etwas geringer als bei der Konkurrenz.

Insgesamt vermag die Nikon D5300 Spiegelreflexkamera somit als vergleichsweise günstige Digitalkamera mit top Ausstattung und guter Bildqualität überzeugen. Für Einsteiger und Fortgeschrittene bietet sie ein top Preis-/Leistungsverhältnis.

Ein Foto der Spiegelreflexkamera Nikon D5300

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