Canon EOS M10 Test

Canon EOS M10 – Die Spiegellose für Einsteiger

Die Canon EOS M10 wurde im Herbst 2015 als spiegellose Systemkamera für Einsteiger vorgestellt. Und das merkt man nicht zuletzt am intuitiven Handling. Aber wie schlägt sich der kompakte Allrounder? Und wie wirkt sich der günstige Preis auf die Ausstattung und die Bildqualität aus?

Canon EOS M10 Systemkamera (18 Megapixel, 7,5 cm (3 Zoll) Display, STM, WLAN, NFC, 1080p, Full HD)...
  • 18,0 MP CMOS-Sensor im APS-C-Format; DIGIC 6 Prozessor
  • Mit dem Smartphone bedienen Sie Ihre Kamera per WLAN und NFC aus der Ferne und können die Aufnahmen ganz einfach teilen
  • 7,5 cm (3,0 Zoll) LCD mit einer Auflösung von 1.040.000 RGB-Bildpunkte Pixeln, Bedienung per Touchscreen

Letzte Aktualisierung am 24.03.2017 um 10:13 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Die Canon EOS M10 im Überblick

Eins fällt bei der Canon EOS M10 direkt auf – sie ist extrem kompakt und vor allem super leicht. Mit gerade einmal 300 Gramm eignet sie sich hervorragend für die Jackentasche und findet auch in jedem Rucksack ihren Platz. Natürlich muss man dafür aber auch Abstriche in Kauf nehmen: Ein Metallgehäuse fehlt und auch so wurde ordentlich bei den Bedienelementen gespart. Zumindest einen etwas ausgeprägteren Handgriff hätte man ihr spendieren können, denn gerade für größere Hände wirkt der Knirps etwas umständlich bei der Bedienung.

Eine Modusauswahl mit Stellrad fehlt vollständig – hier setzt die Canon EOS M10 vor allem auf ihre Automatikfunktionen. Aber das kann man bei einer Kamera für Einsteiger in jedem Fall verschmerzen. Trotzdem wirkt es weiterhin umständlich, sämtliche Funktionen und Einstellungen über den Touchscreen vorzunehmen, der mit einer Größe von 3 Zoll und den Klappfunktionen auch keine sonderliche Neuerung darstellt. Zumindest reagiert er aber sehr schnell. Insgesamt erinnert die Bedienung an die eines Smartphones, auch weil ein optischer Sucher ebenfalls fehlt.

Die technischen Details der Canon EOS M10

Ansonsten sind die technischen Spezifikationen allerdings sehr ausgewogen:

  • Der CMOS-Sensor erreicht effektiv 17,9 Megapixel bei einer Bildauflösung von 5.184 x 3.456 Bildpunkten. Dabei handelt es sich um den gleichen APS-C-Bildsensor, der bereits aus der EOS 100D bekannt ist.
  • Der Autofokus arbeitet immerhin mit 49 Punkten und arbeitet vergleichsweise genau, wenn auch nicht sonderlich schnell.
  • Die ISO-Empfindlichkeit reicht von ISO 100 bis ISO 25.600, als Formate sind, wie gewohnt, JPEG und RAW verfügbar.
  • Ein Videomodus ist natürlich integriert und ermöglicht Aufnahmen in FullHD mit 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde. Der Ton wird von einem Stereomikrophon aufgezeichnet, ein externes kann auch bei dieser Systemkamera nicht angeschlossen werden.
  • Schließlich erlaubt der Verschluss Belichtungszeiten von 30 Sekunden bis zu 1/4.000 Sekunden.

Entsprechend fällt die Ausstattung etwas ernüchternd aus – es handelt sich eben um eine Kamera aus dem Einsteigersegment. Dafür sind WLAN und NFC bereits integriert, was sich bei dem Preis nicht von selbst versteht. Doch wie sieht es mit der Bildqualität aus? Kann die Canon EOS M10 mit ihren Aufnahmen überraschen?

Knackig scharf: Die Bildqualität der Canon EOS M10

Während Videoaufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde in FullHD gerade so den Mindestanforderungen entsprechen, kann die Canon EOS M10 hinsichtlich bei der Bildqualität punkten. Bei Serienaufnahmen ist sie mit ca. 4 bis 5 Aufnahmen im JPEG-Format unerwartet schnell, vor allem ist die Serienlänge unbegrenzt. Das hat hohes Schnappschusspotenzial! Außerdem sind die Bilder knackig scharf: Immerhin 1.533 Linienpaare pro Bildhöhe und ein geringes Rauschen bis ISO 1.600 überzeugen. Da kann man auch bei Innenraumaufnahmen getrost auf den integrierten Blitz verzichten. Allerdings kann das Bedienkonzept bei den Aufnahmen einfach nicht überzeugen. Die Steuerung über den Touchscreen mag modern sein, aber das Setzen von Fokuspunkten und das Auslösen per Fingertipp sind äußerst gewöhnungsbedürftig. Wirklich Spaß macht die Canon EOS M10 daher nur mit der Vollautomatik und dem Auslöser per Knopfdruck.

Die Canon EOS M10: Solides Einsteigermodell mit Schwächen

Insgesamt präsentiert sich die Canon EOS M10 als solides Einsteigermodell. Sie passt in jede Tasche, ist schnell betriebsbereit und sie liefert eine solide Bildqualität. Die unbegrenzten Bildserien im JPEG-Format sind dabei ein tolles Feature. Allerdings schwächelt sie bei gehobenen Ansprüchen. Besonders das Bedienkonzept, das nahezu vollständig auf den Touchscreen setzt, ist gewöhnungsbedürftig und für Fortgeschrittene Anwender weniger modern als unpraktisch. Dafür ist das Preis-/Leistungsverhältnis allerdings vergleichsweise gut. Wer also eine anständige Systemkamera für den Urlaub sucht und dafür nicht allzu viel bezahlen will, ist mit der Canon EOS M10 gut beraten.

canon eos m10 in schwarz mit objektiv

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