Canon EOS M3 Test

Canon EOS M3 Systemkamera – gelungenes Comeback?

Die Canon EOS M3 bringt frischen Wind in die Reihe der Systemkameras. Und das nicht nur mit dem geänderten Design. Auch bei der Ausstattung hat sich einiges getan. Während der Vorgänger nicht einmal in Deutschland verkauft wurde, soll mit ihr nun das Comeback gelingen. Ob das gelingt?

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  • 24,2 MP CMOS-Sensor im APS-C-Format; Leistungsstarker DIGIC 6 Bildprozessor
  • Schnelle Reihenaufnahmen mit bis zu 4,2 Bildern pro Sekunde
  • Touchscreen-Bedienung (1.040.000 Bildpunkte, sRGB)

Letzte Aktualisierung am 21.09.2017 um 11:55 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Die Canon EOS M3 im Detail

Mit der Canon EOS M3 soll sich vieles ändern – vor allem will Canon mit ihr den Markt der Systemkameras zurückgewinnen. Und dafür wurde einiges getan. Zum einen hat sich das Design verändert. Das Gehäuse ist immer noch kompakt, hat aber nun einen Handgriff spendiert bekommen. Außerdem ist es etwas dicker, denn das Display ist nun klappbar. Aber auch die Tastenanordnung wurde neu konzipiert und soll für mehr Ergonomie sorgen. Gleiches gilt für das Touchdisplay, das bereits aus der EOS-Reihe bekannt ist.

Noch mehr Lust auf einen Test machen hingegen die Änderungen im Inneren. Als Bildsensor dient nun der Digic 6, der mit 24 Megapixel auflöst und über Phasendetektionssensoren verfügt. Das soll für einen schnelleren Autofokus sorgen, der mit 49 Messpunkten arbeitet. Die maximale ISO-Empfindlichkeit liegt wiederum bei ISO 12.800, manuelle Einstellungsmöglichkeiten verstehen sich von selbst. Auch bei der Steuerung der Blende und der Verschlusszeit.

Videoaufnahmen sind schließlich in FullHD mit 1.080p möglich. Außerdem sind WLAN und NFC bereits integriert. Die Steuerung und Bildübertragung der Canon EOS M3 wird mit der neuen Camera Connect App gelöst, über die sich sogar zahlreiche Aufnahmeparameter steuern lassen. Das Ausstattungspaket verspricht also einiges. Aber wie sieht es mit der Leistung bei der Bildqualität aus?

Das leistet die Canon EOS M3

Nicht nur auf dem Datenblatt macht die Canon EOS M3 eine gute Figur. Der neue Sensor zahlt sich definitiv aus. Die Kantenschärfe ist mit bis zu 1.800 Linienpaaren je Bildhöhe extrem scharf. Bis ISO 1.600 zeigen sich detailreichere Fotos als beim Vorgänger und ein deutlich besseres Rauchverhalten. Erst ab ISO 3.200 nimmt das Rauschen merklich zu und der Detailreichtum fällt der Weichzeichnung zum Opfer. Die Bildqualität bewegt sich dennoch auf einem ordentlich hohen Niveau.

Auch der Autofokus kann insgesamt überzeugen. Das Scharfstellen erfolgt zügig mit einem ordentlichen Wert von 0,2 Sekunden. Zumindest bei Tageslicht, denn mit zunehmend schlechteren Lichtverhältnissen zeigt sich gewisser Spielraum für eine Optimierung. Gleiches gilt für Serienaufnahmen, wobei unabhängig vom Format ca. 4 Bilder pro Sekunde erreicht werden. Zumindest theoretisch, denn im RAW-Format stoppt die Aufnahme nach vier Fotos – das Speichern dauert zu lange.

Schwächen zeigen sich ansonsten lediglich beim Blitz, der nur eine vergleichsweise geringe Weite von 1,4 Metern erreicht. Dafür lässt er sich dank der Ausklapptechnik nach oben ausrichten – ein indirekter Blitz über die Decke ist also kein Problem. Wird ein stärkerer Blitz benötigt, kann immerhin ein externes Gerät anschließen.

Alternativ lässt sich der Anschluss dafür aber auch mit einem elektronischen Sucher nutzen. Die Auflösung des Canon EVF-DC1 ist dabei mit 1024 x 786 recht hoch. Andererseits ist das Touchdisplay mehr als ausreichend. Die Möglichkeit, selbst während der Aufnahme von Filmen mit 1.080p den Schärfepunkt mit einem einfachen Tippen setzen zu können, gefällt. Der Videomodus an sich bietet jedoch die üblichen Schwächen: Auf 4K wurde verzichtet und mit maximal 30 Bildern pro Sekunde sind actionreiche Aufnahmen mit gewissen Einschränkungen verbunden.

Die Canon EOS M3: Insgesamt ein gelungenes Comeback

Trotz der leichten Schwächen bei Videoaufnahmen, ist die Canon EOS M3 ein gelungenes Comeback. Die Systemkamera überzeugt mit viel Leistung, vor allem in Sachen Schärfe und Details. Aber auch an modernen Extras wurde trotz des kompakten Gehäuses nicht gespart. Ein nützliches Highlight ist außerdem ist der klappbare Display. Er eignet sich sogar für Selfies und die Touchfunktion hebt den Bedienkomfort deutlich.

Lediglich der Autofokus sollte weiter optimiert werden. Die Geschwindigkeit wurde bereits deutlich verbessert, wenn auch nur bei Tageslicht. Das sollte auch für schlechtere Lichtverhältnisse noch klappen. In dem Zuge könnte dem Nachfolger der Canon EOS M3 auch eine UltraHD-Videofunktion spendiert werden. Bis dahin ist die Canon EOS M3 aber in jedem Fall den Kauf wert!

 

Canon EOS M3

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