Canon EOS M6 Test

Die Canon EOS M6 ist eine kleinere Version der EOS M5. Technisch nahezu identisch allerdings preislich deutlich günstiger. Wo genau es Einsparungen gab, erklären wir euch in diesem Artikel.

Größte Änderung im Vergleich zur Canon EOS M5 ist der fehlende Sucher oben auf der Kamera. Dies ist für Canon auch der größte Einsparpunkt. Denn ein elektronischer Sucher kostet auch den Hersteller viel. Das Dispylay auf der Rückseite ist 0,2 Zoll kleiner und löst auch mit etwa 30% weniger Pixel auf. Ansonsten ist es sehr ähnlich geblieben. Die Anordnung der Einstellräder wurde leicht verändert, ansonsten hat die Systemkamera ein sehr solides Gehäuse, bestehend aus einem Magnesium-Grundbody der etwas mit Kunststoff erweitert wurde. Insgesamt liegt die Kamera sehr gut in der Hand und fasst sich angenehm an.

Der Serienmodus der Canon EOS M6 schafft je nach Speicherkarte 2.5-3 Bilder pro Sekunde wenn der Puffer einmal voll ist. Davor schafft die Kamera 6 Bilder pro Sekunde. Ein guter, robuster Serienbildmodus , der auch bedingt für Sport- und Wildlifeaufnahmen geeignet ist. Das Problem ist hier nicht so sehr die Kamera, sondern die Auswahl der Objektive. Bei der Canon EOS M Serie, ist die Objektivvielfalt im Bereich der Sportfotografie noch etwas dürftig.

Der Autofokus in Verbindung mit dem Dualpixel CMOS ist sehr schnell. Das passende Objektiv vorausgesetzt, stellt er Sekundenbruchteilen scharf. Somit sind also gute Voraussetzungen für bewegte Bilder vorhanden. Was ein bisschen besser sein könnte ist das Fototracking. Beim Tracking von Gesichtern, funktioniert der Modus besonders gut.

Der Videoautofokus funktioniert mit einem STM-Objektiv sehr gut im Erkennen von Gesichtern. 4K Videomodus ist leider nicht vorhanden. Für Vloger sind die 60 Bilder pro Sekunde wahrscheinlich aber ausreichend. Das Display lässt sich um 180° nach oben klappen, solange kein zu großes Mikrofon angebracht ist. Selbst bei kleinerem Mikrofon, seht ihr nur noch weniger vom Bildschirm. Ein Display zur Seite rauszuklappen, wäre geeigneter.

Bildqualität

Um weiter auf den Sensoren einzugehen, weiterhin verbaut der 24 MP mit Dualpixel CMOS AF. Von der Bildqualität gibt es keine Änderungen zur EOS M5 oder 80D. Canon setzt hier die gleiche Technik ein. Dieser Sensor ist sehr gut, auch die ISO Performance lässt sich bis ISO 6400 sehr gut nutzen. Abhängig davon, auf welche Größe ihr die späteren Fotos drucken wollt.

Auch beim Dynamikumfang ist der Sensor besser als vorherige Canon Sensoren. Ein gutes Objektiv vorausgesetzt, kann man sehr gute Aufnahmen erzielen.

Fazit

Eine sehr solide Systemkamera, größter Unterschied zur M5 ist nur der fehlende Sucher, wodurch ihr ordentlich Geld sparen könnt. Wenn ihr sagt, ihr könnt auf den  Sucher verzichten, habt ihr hier eine Systemkamera, die zu einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis auf dem Markt ist. Der Bildsensor, der Autofokus, Videomodus, WIFI+APP ist alles vorhanden. Ein im Vergleich zur Canon EOS M5 ein sehr attraktives Preisangebot. Leider fehlen Premiumfeatures wie ein 4K Videomodus. Für jeden, der darauf verzichten kann, ist die Systemkamera jedoch sehr zu empfehlen.

 

 

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