Sony Alpha 6300 Test

Sony Alpha 6300 im Vergleich – Die bessere Alpha 6000?

Die Sony Alpha 6300 schließt nicht direkt an den Erfolg des Vorgängers an. Bot die Alpha 6000 noch ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis bei sehr guter Bildqualität, kommt die Neue mit einigen Upgrades. Sie will als Premiumvariante punkten, aber gelingt das auch? Der Artikel deckt es auf!

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Sony Alpha 6300 E-Mount Systemkamera (24.2 Megapixel, 7,5 cm (3 Zoll) Display, XGA OLED Sucher)...
  • 24.2 Megapixel Auflösung des Exmor APS-C Sensor mit ISO 51.200
  • Hochauflösende interne 4K Video Aufzeichnung
  • 7,5 cm (3 Zoll) Breitbild-TFT, One-touch Fernbedienung

Letzte Aktualisierung am 26.05.2017 um 10:17 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Die Sony Alpha 6300 im Überblick

Das erste Upgrade bei der Sony Alpha 6300 fällt direkt ins Auge. Während der Vorgänger noch aus Preisgründen in ein schickes und verbessertes NEX-6-Gehäuse aus Kunststoff gepresst wurde, ist der Body jetzt wieder aus robustem Metall. Auch wenn das natürlich das Gewicht erhöht, fühlt sich die neue Systemkamera sehr hochwertig an. Vor allem ist sie trotzdem noch vergleichsweise leicht und weiterhin kompakt.

Positiv fällt auch das Zeiss 16-70 1:4-Objektiv auf, das sich perfekt in das Design einfügt. Außerdem lässt es auf eine top Bildqualität hoffen, denn immerhin war es schon bei der Alpha 6000 die bessere Wahl. Daneben wurden der Sony Alpha 6300 ein Staub- und Feuchtigkeitsschutz und ein Wasserwaagenfeature spendiert. Aber auch die Drehräder weisen nun eine angenehme Bedienbarkeit auf. Beim Vorgänger waren Fehleinstellungen noch versehentlich möglich – das entfällt nun. Das 3″-große Display löst wie gewohnt mit ca. 921.000 Bildpunkten auf und der OLED-Sucher ist gewohnt kontrastreich und farbenfroh.

Ein weiteres Highlight der Sony Alpha 6300 ist vor allem der Autofokus: Er arbeitet mit 425 Messpunkten und 169 Kontrastmessfeldern. Das verspricht eine tolle Serienbildfunktion, in der Praxis zeigt jedoch die Speichergeschwindigkeit gewisse Schwächen. Ähnlich sieht es beim Verschluss aus. Mit einer 1/4.000 Sekunde als kürzeste Belichtungszeit ist er nicht der Schnellste. Genauso ist die Blitzsynchronisation mit 1/160 Sekunde beinahe langsam.

Andererseits sind mit der Sony Alpha 6300 Videoaufnahmen in 4K möglich – bislang eine erfreuliche Seltenheit. Es ist jedoch eine entsprechend leistungsstarke Speicherkarte erforderlich. WLAN, Automatik-Programme und allerlei Einstellungsmöglichkeiten verstehen sich natürlich von selbst. Aber wie sieht es bei der Bildqualität aus? Die Alpha 6000 zeichnete sich durch eine solide Leistung mit kleineren Schwächen aus. Konnte Sony dahingehend nachbessern?

Die Bildqualität der Sony Alpha 6300

In Sachen Bildqualität liefert sich die Sony Alpha 6300 ein dichtes Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihrer Schwester. Die Randabdunklung fällt mit ihrem sanften Verlauf nur gering auf. Die Auflösung liegt im Bildzentrum bei kurzer und mittlerer Brennweite mit über 60 Linienpaaren sehr hoch aus, schon bei Offenblende. Bei Blenden ab F8 verringert sie sich hingegen deutlich und unterschreitet bei F16 50 Linienpaare pro Millimeter. Wie gewohnt, fällt sie aber vor allem am Bildrand auch bei der Sony Alpha 6300 stark ab.

Ähnlich sieht es beim Signal-Rauschabstand aus. Bei ISO 100 bis ISO 400 liegen die Werte im guten Bereich. Ab ISO 3.200 wird es kritischer, da schneidet die Alpha 6000 bis ISO 25.600 besser ab. Immerhin bleibt das Farbrauschen fein genug – das war beim Vorgänger noch anders. Dafür ist das Texturverhalten beider sehr ähnlich. Bis ISO 6.400 ist der Verlust sehr gering, dort liefert der neue Kupfersensor der Sony Alpha 6300 allerdings noch deutlich mehr. Außerdem punktet sie bei der Eigendynamik mit über elf Blendstufen bei ISO 800. Aber auch in bei den Tonwertstufen hält die Alpha 6300 problemlos mit. Und sie ist farbneutraler.

Alphas im Vergleich: Die Sony Alpha 6300 hat nur knapp die Nase vorn

Dank des neuen Gehäuses inkl. verbessertem Schutz und aufgrund des in Teilbereichen besseren Bildsensors, schneidet die Sony Alpha 6300 , wenn auch nur knapp, besser als der Vorgänger ab. Die sehr gute Bildqualität besticht, genauso die schnelle Serienbildfunktion und der klasse Auto-Fokus. Hochauflösende Videos in 4K sind außerdem ein willkommenes Highlight – die Aufnahmen überzeugen. Trotzdem bleiben kleinere Schwächen nicht aus und dazu gehört vor allem die langsame Speicherzeit. Und so reichen die tolle Bildqualität und die hohe Dynamik nicht ganz aus, um die Alpha 6000 mit ihrem unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis vom Parkett zu verdrängen. Andererseits hat die Sony Alpha 6300 trotz oder vielleicht gerade wegen des Aufpreises einen Mehrwert zu bieten. Die zusätzlichen Kosten lohnen sich also und es handelt sich bei ihr um einen würdigen Nachfolger!

Sony Alpha 6300 mit kit objektiv in schwarz

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